Interview mit Tobias Tretter in WI Ausgabe 8

Geschrieben von Tobias Tretter am .

MINENSEKTOR – Die Erholung wird kommen!

Die Minenindustrie ist seit jeher ein äusserst zyklischer Sektor. Ironischerweise sind es derzeit aber nur zum Teil zyklische Faktoren, die auf der Branche lasten. Vielmehr ist eine Serie von schlechten Nachrichten über den gesamten Wirtschaftszweig hereingebrochen, begonnen bei den befürchteten negativen Auswirkungen der Finanzmarktkrisen auf das Wachstum, über Streiks und steigende Kosten bis hin zu knappen Finanzen, hohen Abschreibungen und Investoren, die von den Unternehmen statt Wachstum nun Rendite, Cashflow und Dividenden fordern. Während die realwirtschaftlichen Auswirkungen der verschiedenen Krisen vergangener Jahre überwunden wurden, hat sich in den Köpfen der Investoren ein hohes Sicherheitsbedürfnis eingebrannt. Waren früher Kursperspektiven und langfristiges Wachstum die entscheidenden Kriterien für eine Aktieninvestition, so schauen die Kapitalanleger immer häufiger auf Quartalsentwicklungen und überschaubare, kurzfristige Zeithorizonte. Für die in langen Entwicklungszyklen agierende Bergbaubranche ist dies äusserst unvorteilhaft. Es ist offensichtlich: Die Branche befindet sich momentan in einem Tief!

WI: Herr Tretter, in den letzten zwei Jahren performten die Aktien vieler Minenunternehmen sehr enttäuschend. Was waren die Hauptgründe für diese schwache Entwicklung und wie präsentiert sich die Situation heute?

Commodity Capital on Metals

Geschrieben von Tobias Tretter am .

Veröffentlicht am 12.12.2012

In this broadcast, Dukascopy TV's Thomas Taplin challenges the founder of Commodity Capital AG, Tobias Tretter, on the subject of 'supply & demand' when it comes to metals. How do you attract investors when resources are dwindling? What can be done when demand out performs supply? What's your outlook on Copper and Platinum in the mid to long term? Answers to these types of questions and more are explored in this interview.

Gold und Goldminen eine paradoxe Situation

Geschrieben von Tobias Tretter am .

Der Goldpreis eilt von einem Rekordhoch zum nächsten. Den Goldhändlern werden die Münzen aus den Händen gerissen. Gold ETFs erfreuen sich enormer Beliebtheit. Dennoch führen die Goldminen derzeit ein Schattendasein und sind das „hässliche Entlein“ im Rohstoffsektor.

Historisch konnten Goldminen das physische Gold langfristig stets outperformen und es lässt sich ein Hebel von etwa 3:1 der großen Goldproduzenten gegenüber physischem Gold feststellen. Junior-Gesellschaften wiesen sogar einen Hebel von 5:1 auf. Seit 2008, insbesondere aber seit Beginn diesen Jahres ist die Situation paradox: Gold eilt von einem Hoch zum nächsten, die Goldminen hingegen mussten teils erhebliche Verluste in den ersten 6 Monaten diesen Jahres hinnehmen. Da kommt die Frage auf, woran liegt das? Meine erste und wahrscheinlich zu einfache Antwort: Märkte sind irrational.

Minenlebenszyklus

Geschrieben von Tobias Tretter am .

Mining – Von der grünen Wiese zum Multimillionenprojekt. 

Wie funktioniert der Minenlebenszyklus?

Das Lebenszykluskonzept mit der Einteilung in Explorer, Developer und Major ist eines der entscheidenden Hilfsmittel zur Strukturierung eines ausgewogenen Portfolios von Minengesellschaften. Der idealtypische Lebenszyklus beginnt mit dem Explorationsstadium, in dem das Management versucht, einen neuen Erzkörper ausfindig zu machen. Gelingt dies und weitere Bohrungen können einen wirtschaftlich abbaubaren Erzkörper bestätigen, so wird vom Junior Unternehmen gesprochen. Dieses erstellt in einem nächsten Schritt eine Machbarkeitsstudie und bringt das Projekt anschließend in Produktion. Der letzte Schritt ist der Übergang zum Major - das Unternehmen produziert eine signifikante Menge von z.B. Gold und erwirtschaftet einen positiven Cash Flow. Der Übergang zwischen den einzelnen Phasen ist dabei fließend.